Leugnen, Fürchten, Weinen.

Meine Tante stirbt seit 17Monaten.

An Lungenkrebs mit Metastasen im Kleinhirn.

Sie ist jetzt im Hospiz.

Und ich kann nichts tun.

Sonst kann ich zuhören, helfen, irgendwas tun. Aber jetzt? Nichts mehr.

Ich möchte sie nochmal sehen.

Und ich möchte irgendwie helfen. Und wenn es nur ist mit dem Hund rauszugehen, dass mein Onkel etwas entlastet ist.

 

Ich habe Angst, dass ich sie nicht mehr sehe bevor sie stirbt.

Als Tamara letztes Jahr gestorben ist, dachte ich mir auch immer "Demnächst fährst du zu ihr" und ich habe es immer aufgeschoben.

Und dann starb sie. Und wir alle wussten es vorher.

Und ich war nichtmehr bei ihr.

Ich war dann auf ihrer Beerdigung.

Und ich gehe immer wieder an ihr Grab.

Und es tut immer wieder weh.

 

Wenn ich nicht ans Grab gehen, wenn ich nicht darüber nachdenke, könnte das alles einfach nie passiert sein.

Alles wäre normal. Ich lebe mein Leben.

Aber ich würde das alles leugnen.

Ich würde das leugnen was ich fürchte.

Und deshalb weine ich.

 

Es tut einfach so unendlich weh.

26.3.13 17:02

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Liz / Website (26.3.13 19:39)
Ich umarme dich in Gedanken :-*
Wie geht es dir denn sonst so?

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